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Wie viele Sprachen können Sie sprechen?

Es gibt ungefähr 6500 verschiedene Sprachen auf der Welt.

Das Sprachgehirn des Menschen ist so ausgelegt, dass potentiell jeder Mensch nicht nur jede beliebige dieser Sprachen lernen, sondern auch eine beliebige Menge dieser Sprachen nebeneinander beherrschen könnte. Und die menschlichen Sprechwerkzeuge sind so beschaffen, dass jeder Mensch jeden Laut jeder Sprache erzeugen könnte – theoretisch.

Praktisch jedoch tun sich die meisten Menschen schwer damit, eine Fremdsprache zu lernen, und fast immer hört man sofort, wenn die Sprache, die jemand gerade spricht, nicht seine Muttersprache ist. Warum?

Muttersprache

Mit der Muttersprache hat es eine besondere Bewandtnis. Ein werdendes Menschlein hört bereits einige Monate vor seiner Geburt. Der Hörnerv ist der erste Nerv, der in der Entwicklung des Fötus myelenisiert wird, d.h. in der Lage ist, schnell viele Reize zu transportieren.

Zwar dringt von außen so gut wie nichts herein - Bauchdecke und  Fruchtwasser isolieren sehr gut -  aber im Mutterbauch herrscht ein Geräuschpegel wie in einer gut besuchten Kneipe: Das Kind hört das Gluckern des Fruchtwassers, die Bewegungen der inneren Organe gegeneinander, die Atmung und den Herzschlag der Mutter, Kreislauf- und Darmgeräusche - allerdings nicht über die Ohren, da die Gehörgänge voll sind mit Fruchtwasser, die Trommelfelle also nicht schwingen können. Ein Kind im Mutterbauch hört lediglich über die sogenannte Knochenleitung: Die Schalldruckwellen treffen mit Hilfe des Fruchtwassers als Trägermedium auf der Haut des Embryos auf, werden von dort über die in der Haut eingebauten Tastkörperchen, die für feinste Druckschwankungen empfänglich sind, weitergeleitet, und die Knochen des Kindes verstärken den Schall.

Während der Embryo sich an das ständige "Hintergrundrauschen" mit der Zeit gewöhnt , nimmt er etwas anderes hingegen sehr deutlich wahr: die Stimme der Mutter, die - durch die mütterlichen Beckenknochen verstärkt - immer wieder alle anderen Geräusche übertönt. Er hört seine Mutter sprechen und integriert auf diese Weise bereits vor der Geburt den Klang der Mutersprache: die Lautkombinationen, die darin vorkommen, die Satzmelodien, grundlegende Strukturen dieser Sprache eben. Natürlich lernt das Kind keine Vokabeln und keine Grammatikregeln, aber es füllt sein Sprachgehirn bereits mit Bausteinen für das zukünftige eigene Sprechen.

Die 'angeborenen Ideen'

Die Sprachwissenschaftler drücken das so aus: Ein Kind hat, wenn es auf die Welt kommt, bereits ‚angeborene Ideen’ von seiner Muttersprache.

Das bedeutet aber auch, dass jemand, der mit der deutschen Muttersprache herangewachsen ist, bestimmte für andere Sprachen typische Lautbildungen, Lautkombinationen und Satzmelodien nicht kennt und somit auch große Mühe hat, sie sich später anzueignen.

Die ListenToYourVoice-Methode erleichtert das Erlernen einer Fremdsprache  erheblich,  indem  sie dem Lernenden die fehlenden Bausteine - die 'angeborenen Ideen’ - zur Verfügung stellt.

Lernen wie ein Baby vor der Geburt

Die ListenToYourVoice-Methode bietet eine Simulation mit drei Komponenten:

  • Geräuschfilter

  • Frequenzanpassung der individuellen Hörgewohnheiten

  • Hörtraining über die Knochenleitung

Ein Stück der zu erlernenden Sprache wird im Tonstudio so aufbereitet, dass es sich anhört, wie es das Baby im Bauch hört – also gefiltert und wie im Wasser. Grundlage dieser Aufbereitung ist ein von einer Frau in der zu lernenden Fremdsprache gesprochener Text.

Außerdem werden in diesem Text - entsprechend den individuellen Hörgewohnheiten des Lernenden - die Frequenzen verstärkt, die er schlecht wahrnimmt, und die abgeschwächt, die er zu stark hört.

Dieses Stück gefilterte Fremdsprache, das individuell für den Lernenden angefertigt wird, hört er sich immer wieder an, und zwar mit einem speziellen Kopfhörer, der den Sprachschall hauptsächlich über die Knochenleitung transportiert.

Es wird also die vorgeburtliche Situation simuliert, in der das Sprachgehirn sich auf zukünftiges Sprechen vorbereitet – und zwar auf das Sprechen wie ein Muttersprachler.

Dieses Training ersetzt keinen normalen Sprachkurs – es enthebt nicht vom Vokabeln lernen und Regeln lernen, aber es erleichtert und beschleunigt die Sache erheblich: Sprachen lernen geht danach ‚kinderleicht’.